Woher Rückenschmerzen häufig kommen
Bei den meisten Rückenschmerzen findet sich keine einzelne, eindeutig benennbare Ursache wie ein Bandscheibenvorfall oder eine Verletzung. Fachleute sprechen dann von unspezifischen Rückenschmerzen. Häufig spielen mehrere Dinge zusammen:
- eingeschränkte Beweglichkeit einzelner Wirbelsäulenabschnitte oder des Beckens,
- verspannte, überlastete oder wenig trainierte Muskulatur,
- langes Sitzen, einseitige Haltung im Beruf, wenig Bewegung im Alltag,
- ungewohnte Belastung – Umzug, Gartenarbeit, ein neues Training,
- Stress und Schlafmangel, die Schmerzen verstärken können.
Genau hier setzt eine funktionelle Untersuchung an: Sie schaut nicht nur, wo es wehtut, sondern wie sich Wirbelsäule, Becken und Hüfte bewegen und was davon mit Ihren Beschwerden zusammenhängt.
Wie ich bei Rückenschmerzen vorgehe
1. Gespräch
Seit wann bestehen die Schmerzen? Wann sind sie stärker, wann schwächer? Strahlen sie aus? Was haben Sie schon ausprobiert? Vorhandene Arztbriefe, MRT- oder Röntgenbefunde bringen Sie gern mit.
2. Funktionelle Untersuchung
Ich prüfe die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, der Brustwirbelsäule, des Beckens und der Hüftgelenke, teste Muskelspannung und mache orientierende neurologische Tests. Ergibt sich dabei ein Hinweis, der ärztlich abgeklärt werden sollte, sage ich Ihnen das offen.
3. Behandlung
Im Mittelpunkt stehen gezielte manuelle Handgriffe an Wirbelsäule und Becken – sie sind das zentrale Mittel der Behandlung. Weichteiltechniken für die umgebende Muskulatur und sanfte Mobilisationen ergänzen sie. Sie erfahren vorher, was ich mache und warum.
4. Was Sie selbst tun können
Zum Abschluss bekommen Sie eine Einschätzung, ob und wie viele weitere Termine sinnvoll sind – und ein, zwei einfache Übungen oder Hinweise für den Alltag. Bewegung ist bei den meisten Rückenschmerzen ein wichtiger Teil der Lösung.
Hexenschuss: akut und plötzlich
Beim sogenannten Hexenschuss schießt der Schmerz plötzlich in den unteren Rücken, oft beim Bücken oder Drehen. Das ist sehr schmerzhaft, aber meist harmlos und klingt häufig innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab. Bewegung im schmerzfreien Rahmen ist dabei in der Regel besser als Bettruhe. Ob in der akuten Phase behandelt wird oder erst später, entscheiden wir nach Untersuchung gemeinsam.
Warnzeichen: Hier gehen Sie bitte zuerst zum Arzt
- Taubheit im Gesäß-, Genital- oder Innenschenkelbereich
- neu aufgetretenen Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- zunehmender Schwäche oder Lähmung im Bein oder Fuß
- Rückenschmerzen mit Fieber oder ungewolltem Gewichtsverlust
- Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall
- starken nächtlichen Schmerzen, die sich auch in Ruhe nicht bessern
- einer Krebserkrankung oder Osteoporose in der Vorgeschichte
In diesen Fällen ist eine chiropraktische Behandlung nicht der richtige erste Schritt. Bei starken Schmerzen außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall den Rettungsdienst unter 112.
Kosten und Termin
Der Ersttermin dauert rund 60 Minuten und kostet ca. 160 €, Folgetermine (ca. 30 Minuten) ca. 75 €. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker; private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif. Termine buchen Sie direkt online im Kalender.
Die Praxis liegt in Detmold-Heiligenkirchen mit Parkplätzen vor dem Haus. Sie ist auch aus Lemgo, Lage, Horn-Bad Meinberg oder Blomberg gut erreichbar – hier finden Sie die Fahrzeiten.